KI verändert Wertschöpfung. Ich gestalte die Konsequenzen.
Für Organisation, Steuerung und Geschäftsmodell, in Unternehmen und in der Beratungsbranche.
Ich komme nicht von der KI-Technologie, sondern aus der Unternehmenssteuerung.
Über zwanzig Jahre Datenplattformen, Reporting und Planung, seit 2012 in der Führung von Beratungseinheiten. Daraus leite ich ab, wie KI Arbeit, Entscheidungen und Geschäftsmodelle verändert. Dabei trenne ich klar, was heute Praxis ist und was absehbar kommt.
Die Organisation der Zukunft
Wenn KI einen wachsenden Teil der Arbeit übernimmt, reicht es nicht, bestehende Prozesse zu automatisieren. Aus Erstellungsaufgaben werden Prüf- und Entscheidungsaufgaben. Das verändert Prozesse, Rollen, Personalbedarf und Steuerung.
Was sich in der Organisation verändert
Wie ich Unternehmen dabei unterstütze
Wertschöpfung analysieren
Wo entsteht heute Aufwand? Welche Tätigkeiten lassen sich mit KI verändern oder übernehmen? Wo liegt der tatsächliche Wertbeitrag, und welche Daten braucht es dafür?
- Welche Bereiche und Funktionen verändern sich zuerst?
- Sind unsere Daten gut genug für das, was wir vorhaben?
ErgebnisPriorisierte Anwendungsfälle mit realistischem Nutzen
Vertiefung: Daten KI-ready machen →Organisation neu gestalten
Wie müssen Prozesse, Rollen, Verantwortlichkeiten und Teamstrukturen künftig aussehen? Wer erstellt, wer prüft, wer gibt frei?
- Welche Aufgaben übernehmen Menschen, welche KI-Systeme?
- Wo liegt künftig die Verantwortung für Ergebnisse?
ErgebnisZielbild für Prozesse, Rollen und Teamstruktur
Wirtschaftlichkeit und Steuerung anpassen
Was bedeutet das für Personalbedarf, Kosten, Budgets, Kapazitäten und Kennzahlen? Und wie verändert sich das Reporting, wenn Führungskräfte ihre Fragen direkt an die Daten richten?
- Wie sieht unser Personalbedarf in drei bis fünf Jahren aus?
- Wie verändern sich Kostenstrukturen und Produktivität?
ErgebnisPersonal- und Kostenplanung, neue Steuerungskennzahlen
Vertiefung: Vom Reporting zur KI-gestützten Steuerung →Umsetzung verantworten
Zielbilder in die Praxis bringen, Mitarbeitende befähigen und Strukturen für Qualität, Sicherheit und Governance etablieren, einschließlich regulatorischer Anforderungen wie dem EU AI Act.
- Wie behalten wir Qualität, Verantwortung und Kontrolle?
- Wie nehmen wir Mitarbeitende und Betriebsrat mit?
ErgebnisEine Organisation, die mit KI arbeitet, nicht neben ihr
Vertiefung
Das Berufsbild der Zukunft
Beratung wird nicht überflüssig. Aber es verschiebt sich, wofür Kunden bezahlen: nicht für das Erstellen eines Konzepts, sondern für das richtige Konzept. Nicht für die Zahl der Berater, sondern für das Ergebnis. Das gilt für IT-Beratung ebenso wie für Fach- und Managementberatung.
Vom Erbringer einzelner Leistungen zum Verantwortlichen für das Gesamtergebnis.
Wie sich die Arbeit im Projekt verteilt
Anforderungen aufnehmen und dokumentieren
Strukturieren, protokollieren, mit Ausschreibung und Standard abgleichen.
Hinterfragen, Zielkonflikte erkennen, priorisieren und entscheiden.
Konzepte und Lösungsvarianten erstellen
Entwürfe, Varianten und Abhängigkeiten in kurzer Zeit.
Bewerten, die Lösung auswählen und dafür einstehen.
Dokumentation erstellen und pflegen
Vollständige, laufend aktuelle Dokumentation.
Vollständigkeit und Verwendbarkeit für Betrieb und Revision prüfen.
Projektanalyse und Statusreporting
Statusberichte, Risikolisten und Analysen.
Bewerten und die richtigen Schlüsse ziehen.
Software und Datenmodelle implementieren
Unterstützt zunehmend die Umsetzung von Code, Datenmodellen und Konfiguration.
Architektur, Integration in die Landschaft und fachliche Qualität.
Tests und Qualitätssicherung
Testfälle und Prüfungen automatisiert und in der Breite.
Abnahmekriterien festlegen und Ergebnisse fachlich bewerten.
Projektsteuerung und Kundenführung
Bereitet Entscheidungen vor und übernimmt Routineabstimmungen.
Entscheidungen herbeiführen und die Veränderung beim Kunden begleiten.
Einstufung nach meiner Beobachtung in Daten- und Analytics-Projekten. Je nach Branche und Sicherheitsanforderung verläuft die Entwicklung schneller oder langsamer. Ich arbeite selbst so: Analysen, Konzepte, Dokumentation und Präsentationen entstehen bei mir heute mit KI.
Was Berater künftig können müssen
Geschäft verstehen
Prozesse und Domäne kennen, Probleme richtig einordnen, die richtigen Fragen stellen.
Lösungen gestalten
Technologie, Prozesse und Daten verbinden, Alternativen bewerten, entscheiden.
Ergebnisse verantworten
KI-Ergebnisse prüfen, für Qualität einstehen, Veränderung wirksam machen.
Die Beratung der Zukunft
Das pyramidenförmige Staffing-Modell vieler Beratungen beruht auf viel operativer Projektarbeit durch Junioren und Consultants, abgerechnet nach Personentagen. Übernimmt KI einen erheblichen Teil dieser Arbeit, braucht es ein anderes Geschäftsmodell, nicht nur eine kleinere Beratung.
Sechs Stellhebel für die Transformation
Raute statt Pyramide
Kleinere Teams mit einem höheren Anteil erfahrener Berater. KI übernimmt operative Aufgaben und skaliert die Leistungserbringung, nicht zusätzliche Köpfe.
Lernen durch Prüfen und Entscheiden
Wenn klassische Einstiegsaufgaben entfallen, müssen Nachwuchskräfte früher lernen, Ergebnisse zu bewerten, Verantwortung zu übernehmen und Kundenanforderungen zu verstehen.
Fachkarriere und Führung gleichwertig
Nicht jeder exzellente Experte muss Führungskraft werden. Fachliche Exzellenz, Architekturkompetenz und Kundenverantwortung brauchen eigene Entwicklungswege.
Ergebnis statt Personentag
Die Abrechnung nach Personentagen verliert ihre Alleinstellung. Welche Erlösmodelle dazukommen, ist eine strategische Entscheidung:
- Ergebnisorientierte Vergütung bezahlt das Ergebnis, nicht den Aufwand
- Managed Services mit wiederkehrenden Erlösen
- Produktisierte Beratung mit festem Umfang
- Beratung plus eigene Lösungen und Technologie
- KI-gestützte Plattformangebote, die über Technik statt Köpfe skalieren
Neue Kennzahlen
Auslastung und fakturierbare Tage reichen nicht mehr. Entscheidend werden Ergebnisbeitrag, Marge, Durchlaufzeit, Qualität und Wiederverwendbarkeit.
Belastbare Prüfprozesse
Standards, Review-Verfahren, Freigaben und eindeutige Verantwortlichkeiten werden zum Kern des Qualitätsversprechens einer Beratung.
Ich kenne das Beratungsgeschäft von innen, nicht nur aus Kundensicht.
Seit 2012 habe ich Beratungseinheiten geführt und Personal, Kapazitätsplanung und Auslastung gesteuert, mit durchschnittlich rund 85 % Auslastung meiner Einheit über mehrere Jahre. Zuletzt habe ich ein Beratungsunternehmen von innen aufgebaut: Organisation, Rollenprofile, Karriere- und Gehaltsmodelle, Rate Cards, Recruiting und Steuerung.
- Umsatz und fakturierbare Kapazität
- Auslastung und Personalkosten
- Seniorität und Gehälter
- Recruiting und Nachwuchs
- Kalkulation und Rate Cards
- Deckungsbeiträge und Marge
Entscheidend ist, wer die Veränderung gestaltet.
- Unternehmenstransformation Organisation, Prozesse, Daten und Steuerung auf KI ausrichten
- Transformation von Beratungen Geschäftsmodell, Personalstruktur, Preise und Wirtschaftlichkeit neu gestalten
- Führungsverantwortung als COO oder Director Strategy & Transformation